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Autorinnen in Literaturgeschichte und Literaturlexika

Konsequenzen der Frauenforschung für die Literaturgeschichtsschreibung

2. Bremer Tagung zu Fragen der literaturwissenschaftlichen Lexikographie September 1998

Die Vorträge erschienen 1999 in der Reihe INTER-LIT

Der Tagungsband ist vergriffen. Hier finden Sie die Beiträge online.

Die Forschung zur Rolle und zum Anteil von Frauen in der Geschichte der Literatur hat sich in den letzten Jahrzehnten rasant entwickelt und damit ihr Profil weiter ausgefächert. Unter den vielen Publikationen der letzten Jahre sind eine Reihe von Bestandsaufnahmen, Literaturlexika und literaturhistorischen Studien sowie Datenbanken, die sich mit Frauen als Autorinnen beschäftigen. Im Zentrum dieser Arbeiten stehen drei Themen:

Methodisch wie forschungsstrategisch diskussionsbedürftig ist in diesem Entwicklungsstadium das doppelte Moment von Engagement und Parteinahme auf der einen und Interesse nach den jeweiligen historischen Bedingungen, unter denen Frauen als Autorinnen auftreten, auf der anderen Seite. Zumal unter dem Gesichtspunkt, daß vor allem die einschlägigen Literaturgeschichten, Datenbanken und Literaturlexika als gesicherte und sachliche Information vorgeben müssen, was unter Umständen aus einem besonderen Interesse heraus entwickelt ist. Die Differenz zwischen Interpretation und Information, also im wesentlichen methodische und theoretische Reflexion, steht deshalb im Zentrum der nunmehr geplanten Tagung.

Die 2. Bremer Tagung nimmt deshalb den Faden ihrer Vorgängerin vom September 1996 insofern auf, als auf ihr Fragen der Kanonbildung im Zusammenhang mit dem Geschlecht der Autor(inn)en behandelt werden. Sie konzentriert sich dabei vor allem auf jene Projekte, die eigentlich am Ende der wissenschaftlichen "Nahrungskette" stehen müßten, jedoch in vielen Fällen erst die Forschung initiieren. Im Falle der projektierten Tagung sind das vor allem die Nachschlagewerke, Datenbanken und Autorenlexika, die ausschlieálich weibliche Autoren präsentieren.

Deren Legitimation und Motivation, Auswahl- und Rechercheverfahren, deren Präsentation und die Konsequenzen, die die Projekte für die gesamte Forschung haben, stehen im Mittelpunkt der Tagung. Die Referate sollen ausdrücklich keine Erfahrungsberichte sein, sondern sollen darüber hinausgehen und zur Bearbeitung von theoretischen und methodischen Problemen der literaturhistorischen Lexikographie ebenso beitragen wie zur Literaturgeschichtsschreibung überhaupt.

Sprechen werden Referentinnen und Referenten zu folgenden Themen:

An alle Referentinnen und Referenten ist die Frage gestellt, inwieweit das Erschließen des neuen Wissensgebiets "Frauen als Autorinnen" die Literaturgeschichtsschreibung unter dem Einschluß der allgemeineren Hilfsmittel wie Autorenlexika und Autorendatenbanken beeinflußt oder verändert hat. Eingeladen werden Vertreterinnen und Vertreter von einschlägigen Arbeitsgebieten und Projekten.

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